„Ich regel das“ - Die Barbarei der Zivilisation / Salzburg-Premiere
Am Beginn der Uraufführung von Rebers Kabarettsolo ist klar: Jetzt ist er völlig durchgeknallt. Aber mit dem Hinweis auf Kubrick hat Rebers seinem Publikum den Generalschlüssel zu seinem Werk geschenkt: Der ultrabrutale Kino-Schocker verstört zuverlässig, weil hier Barbarei als Zivilisationsschaden beschrieben wird. Auf den Wellen, die solche Paradoxien werfen, reitet Rebers mal still vergnügt, mal laut singend. Da propagiert er die „Dachlatten-Pädagogik“, bei der dem widerspenstigen Nachwuchs der Scheitel mit der Dachlatten gezogen wird, bis „die Kopfhörer aus den Ohren fallen“.
Die Parteizugehörigkeit spielt aber keine Rolle, um Rebers Spott auf allerhöchstem Niveau auf sich zu ziehen: Der gute Wille zählt, wenn er Monster schafft wie „Biowildlachs“ – bio gezüchtet oder wild ohne Bio-Futter aufgewachsen? Nur das im Titel gegebene Versprechen, „Ich regel das", bleibt ungehalten. Gar nichts ist geregelt.